History

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History

“…Die Gefühle, die Erlebnisse, Sorgen und Freuden der Mexikaner verstärken und laden sich auf mit Emotionen in den Liedern eines Mariachi”

 

Der Mariachi ist nicht die Erfindung einer einzelnen, definierten Person, sondern das Ergebnis einer kulturellen, religiösen und musikalischen Mischung, die sich vor dem Jahr 1500 ergab. Mit der Ankunft der spanischen Eroberer kam die christliche Religion und die religiöse Musik, welche eine Kombination der liturgischen Doktrin mit der einheimischen Musik hervorbrachte.

Es wurde anhand einer Akte (Kopie mit Kohle) eine Studie über die Sprache der cocas betrieben, in der man eine philologische Analyse der Texte macht. Es gehen zwei Theorien hervor. In der ersten bezieht man sich auf den Mariachi, indem man sich auf die Kenntnisse der coculensichen Indianer stützt, welche die Sprache coca sprachen, dass der Ausdruck Mariachi aus dem náhuatl, coca kommt und bedeutet: „Der Indio ist froh“. Eine zweite Theorie, ein kleines Blatt Papier von der Akte abgelöst beinhaltete ein paar Zeilen in Handschrift, halb verwischt mit Ausdrücken in náhuatl, es ist das Fragment eines Lobliedes an die Jungfrau der Pila gleichbedeutend mit „Maria del Rio“ das sagt:

 ..MARÍA CE SON” 
..Motelpocahuan te cantarona María,

Tetelpocahuan te entonarahua,
María ce son…
Tlacaque Tonantzin ima,
Moyazca cantarohua pactoc.
Te cantarohua María ce son”

 

Wenn man den dritten und sechsten Vers beobachtet, findet man den Ausdruck: „María ce son“, was die Indianer „María she“ oder „shi“ sehr weich ausprachen, und später das „son“. Man folgert, dass Mariachi sich von María-she oder María shi ableitet und folglich, dass „son“ Lied bedeutet: Mariachi und Lied aus Jalisco.

Die Mariachimusik hat einen indianischen Ursprung, vermischt mit der Musik der Mestizen und obwohl es keinen schriftlichen Hinweis gibt, existiert sie auf jeden Fall schon vor der französischen Besetzung. In den Anfängen wurde sie gebildet von einer Gitarre, Geige, vihuela und Harfe, diese Instrumente waren wichtiger Bestandteil der Volksfeste, Hochzeiten, Taufen und Familientreffen.

Die Texte der Mariachimusik sind an die Menschen vom Dorf gebunden, sie repräsentiert ihre Kultur, Folklore, die Art und Weise sich zu unterhalten und den Lebensstil eines Dorfes. Einige definieren es als Musik, die vom Himmel kommt.

Unter den berühmtesten Stilen von Mariachis gibt es die Cocula, Tecatitlan und La Sierra del Tigre. Im Jahre 1905 erschien der erste Mariachi in den großen Städten, das Cocula Quartett dirigiert von Justo Villa, der die ersten Platten mit Mariachimusik 1906 aufnahm.

1925 nahm der Mariachi aus Concho Andrade an der ersten Radioübertragung in Mexiko teil und 1926 machte Cirilo Marmolejo seine ersten Aufnahmen von Mariachi mit dem neuen elektrischen System.

Mariachibands, wie sie ursprünglich waren, beinhalteten nur Blasinstrumente, in den dreißiger Jahren fingen sie an, folgende Bläser zu benutzen: die Flöte, die Klarinette, den Sopransaxophon, die Posaune und das Horn.

In der Dekade von 1940 nahmen die Mariachis aus der Stadt von Mexico die Trompete mit auf. Der unvergessliche Pedro Infante nahm 1949 die ersten Lieder mit einem Mariachi mit zwei Trompeten auf, was großen Erfolg erreichte.

Indem sich die Mariachis ein wenig an den Einfluss des Jazz, der aufkam, und die kubanischen Musikstile anpassten, revolutionierten sie weiter weg die musikalische Form des Mariachi, im Jahre 1952 wurde die gesamte Zustimmung über den Gebrauch der Trompete im Mariachi festgelegt.
In den fünfziger Jahren setzte sich das Standardensemble der Mariachis aus 6-8 Geigen, einem guitarrón, einer vihuela, einer Gitarre, einer Trompete und der Harfe zusammen. Als der Mariachi Mexiko, von Pepe Villa, seine Platten aufnahm, stand die endgütige Anwendung der Trompete im Mariachi fest, in den sechziger Jahren spielten in den Bands schon zwei Trompeten.

Die Kleidung der Mariachis war anfangs eine „campirano“- Tracht, es bestand aus einer Stoffhose und einem Hemd aus demselben Material mit einem „palicate“ um den Hals und ein Paar „huaraches“.

Die Mariachimusiker machten ihre Musik nach Gehör, fast improvisiert oder sie waren Lyriker. Der Mariachi Vargas von weltweitem Ruhm wurde 1898 von Gaspar Vargas in Tecalitlan, Jalisco, unter der Führung von Silvestre Vargas, Sohn von Gaspar, gegründet, 1928 brachte er seinen Musikern das Notenlesen bei. Diese Gruppe prägte den Stil des Mariachi, indem es das musikalische Arrangement für viele Volkslieder standardisierte und auf die Anwendung der geschriebenen Musik bestand. Von hier ab verwandeln sich die Mariachiensembles in professionelle Bands von echtem Fleiß, die klassische Musik in Trios und Orquester ausführen.

Die Mariachis sind in der Lage, die Mexikaner fortzutragen und träumen zu lassen in dem Land, das sie geboren werden sah, und ihre emotionsgeladenen Rhythmen und musikalischen Vibrationen bringen die Ausländer Mexiko näher, auch ohne Bezug zu diesem Teil der Erde zu haben.

Mit dem Auftauchen der großen Sänger des Jahrhunderts wie Lucha Reyes, Pedro Infante, Jorge Negrete und Lola Beltrán, José Alfredo Jiménez und Miguel Aceves Mejía.
Die Mariachis modernisierten sich und einer dieser Wechsel spiegelte sich in der Kleidung wider, hergestellt aus Tuch oder Baumwolle im Stil der Großgrundbesitzer. Die aktuelle Tracht erinnert an die „charros“, aber sie tragen „botonaduras“, „alamares“ und elegante „botines“.

Das Interesse an der Musik und Kultur der Mariachis bewegte sich nach Norden durch die Grenze in die Vereinigten Staaten und Europa, mitgebracht als Gepäck von den Einwanderern, zum großen Teil ermutigt durch die Anstrengungen von Künstlern wie Linda Ronstadt. Die Bewegung des Mariachi in den Vereinigten Staaten ist stark und wachsend mit vielen Musikprogrammen im ganzen Land und derzeit gibt es Mariachibands in allen Kontinenten, egal ob in Japan, Argentinien, Brasilien, Deutschland, etc.

In Berlin haben wir der Mariachi Sol Latino, eine Gruppe von sechs Mariachis, uniformiert mit prächtigen Kleidern typisch für einen Charro, dirigiert vom Maestro Jorge Saca, ein Spezialist der Materie, mit musikalischer Ausbildung und künstlerischer Erfahrung.
Diese Gruppe ist in der Lage zu vermitteln, zu singen und zu erzählen, in ihren Aufführungen halten sie eine enge Verbindung mit den Leuten, sie können ihr Publikum fühlen lassen und sogar zum Weinen bringen. Sie sind ein gutes Beispiel für das, was Mariachi ist und sie heben diese Musik in ihren Auftritten hervor.

In diesem Jahr glänzte der Mariachi Sol Latino seit Beginn mit einer Darbietung in der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin für den Stand von Mexiko, in der mexikanischen Botschaft in Berlin, bei Daimler Crysler, in der Mystery Park in der Schweiz (Idee von Erich von Däniken-Bestseller Autor) sowie anderen Galadarbietungen in: Theatern, Ausstellungen in ganz Deutschland und Europa.

Das Ziel des Mariachi Sol Latino ist es, die Kultur, die Bildung und die mexikanischen Wurzeln zu stärken, indem sie die Musik und das Image des Mariachi anhand von Aufführungen in Konzerten, Bilderausstellungen, bei Ehrungen an große Persönlichkeiten, internationalen Messen, Ausbildungsstätten, in Plätzen und Parks bereichern und würdigen. Um so die wahre mexikanische Musik zu garantieren, die Mexiko im Ausland repräsentiert.

Diese Musik ist so sehr unsere und so mexikanisch, es ist ein kulturelles Vermächtnis.

Der Mariachi interpretiert Musik aus Mexiko und ganz Lateinamerika.

  • Vihuela – hat die Form einer Gitarre, aber mit 5 Saiten

  • Campirano – Tracht oder Bekleidung eines Bauern oder die Tracht eines armen Charro

  • Palicate – rotes oder weißes Halstuch

  • Huaraches – einfache Ledersandalen

  • Alamares – Knöpfe aus Horn, Knochen oder der Gämse gemacht

  • botines – kurze oder tiefe Lederstiefel

  • Botonadura – es ist ein schönes metallisches Spiel, entweder aus Silber oder Gold, das die Hose, die Jacke oder beides an der Tracht des Charro verziert

  • Charro – ist der mexikanische Cowboy oder der reiche oder arme Grundbesitzer